Gesunde und Artgerechte Katzenernährung

   
 

Wie sieht die artgerechte Katzenernährung aus?

 
     
  Der Handel bietet unzählige sogenannte Alleinfuttermittel in Dosen, Schälchen oder Trockenform an, und die oft namhaften Hersteller versprechen eine optimale Versorgung unserer Lieblinge mit allem Lebensnotwedigen für ein langes und gesundes Katzenleben. Dieser Behauptung vertrauen unzählige Tierbesitzer und füttern ihre Lieblinge in dem guten Glauben, das Beste für diese zu tun, mit den bekannten Produkten. Doch ist das auch wirklich so, wie die Hersteller behaupten? Bedenke man doch, dass die "Futtermittel-Tests" von niemand anderem als den Futtermittelherstellern selbst gemacht werden und deren eigene "Erkenntnisse" schließlich die "Richtlinien" sind, nach denen das Futter hergestellt wird; UND nach denen sich auch Tieräzte, "Fachzeitschriften" etc. richten! Wie kommt es denn, dass eine Katze mit ca. 8 Jahren bereits allgemein als "Senior" bezeichnet wird, wo doch eine gesunde, gut ernährte Katze durchaus auch 18 - 20 Jahre und auch wesentlich älter werden kann? Und wo sind die Ursachen zu suchen, dass immer häufiger Katzen unter sogenannten "Zivilisationskrankheiten" wie Niereninsuffizienz, Harngries, Diabetes u.vm. leiden?? Und schließlich häufig schon mit rund 15 Jahren an diesen Krankheiten sterben (häufigste Todesursache bei Wohnungskatzen: Nierenversagen!)? Nun, die folgenden Zeilen werden möglicherweise Einiges erklären können. Die Katze ist im Gegensatz zum Menschen, und selbst im Vergleich zum Hund, ein hochspezialisierter Beutetierfresser. Ihre Hauptnahrung stellen Mäuse, welche die Katze sofort nach dem Töten warm und mit Haut und Haaren verzehrt. Sie frißt diese Maus gewöhnlich auch nicht gekocht, sondern roh. Die allerbeste Ernärhrungsform für Katzen ist daher die Biologische Artgerechte Rohe Fütterung (BARF); aber dazu später mehr. Wer seine Katze dennoch mit Fertigfutter ernähren möchte, sollte unbedingt auf einige sehr wichtige Dinge achten, wenn er sie nicht langfristig krank, bzw. totfüttern möchte (<-und das ist KEINE Übertreibung!). Also zunächst erstmal wieder zurück zur Maus: Die Maus beinhaltet alles genau im richtigen Verhältnis, was die Katze zum Leben braucht. Sie ist also die optimale,  weil natürliche Nahrung der Katze, und deshalb sollte die Zusammensetzung der Nahrung unserer Katze möglichst der Maus entsprechen. Der Hauptanteil sollte also wie die Maus aus Fleisch bestehen – und zwar aus hochwertigem, proteinreichem Fleisch, da die Katze viel tierisches Protein (mehr als Hunde, daher kein Hundefutter füttern!) benötigt. Bekommt sie dieses nicht in ausreichender Menge, treten Mangelerscheinungen auf (ständiges Haaren, Haut- und Fellprobleme) bis hin zu schweren, ernährungsbedingten Erkrankungen wie Nierenschäden und andere organische Störungen. Das Fatale an mangelhafter und organbelastender Ernährung ist, dass diese Erkrankungen und Störungen nicht sofort zutage treten, sodass man dies rechtzeitig bemerken und dem entgegenwirken könnte, sondern dies ist ein schleichender, fortschreitender Prozess, der sich häufig erst Jahre später äußert. Leider ist zu diesem Zeitpunkt das Kind dann häufig schon in den Brunnen gefallen und die Tiere benötigen teure Diätfutter und langwierige Behandlungen; manchmal hilft selbst das nicht mehr :o( Für die Katze gut verwertbares Protein findet sich in Muskelfleisch vom Gefügel, Lamm, Rind und Wild (kein Schwein geben, da sich Katzen mit der für sie schnell tödlich verlaufenden "Aujezkyschen Krankheit" infizieren können) und in Herz, Leber, Nieren, Eiern und Fisch. Schlecht verwertbar sind Lunge, Sehnen, Därme, Bindegewebe, Milz, Euter u.s.w.. Diese Produkte werden meist als "tierische Nebenerzeugnisse" deklariert. Die Begriffe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" stehen meist für nichts anderes als Schlachtmüll. Auch Haut, Blutadern, Hühnerfüße- und Schnäbel, ja sogar Federn und Urin (gibt dem Futter salzigen Geschmack, ohne dass Salz deklariert werden muß) wird von manchen Futtermittelherstellern unter dieser undurchsichtigen Deklaration verwendet. Diese Abfallstoffe werden über Leber und Nieren "entsorgt", wodurch diese überproportional belastet werden. Einen weitereren wichtigen Bestandteil der Katzennahrung stellt der Hauptenergielieferant Fett dar. Dieses sollte hochwertiges Qualitätsfett sein, welches z.B. Geflügelfett, Fischöl, Distelöl oder Maiskeimöl ist. Minderwertige, "harte"  Fette werden meist als "tierisches Fett" deklariert und sind für die Katze schlecht verdaulich. Man kann dies dann häufig am "ungepflegt" erscheinenden Äußeren der Katze sehen. Einen wesentlich geringeren Bestandteil der Nahrung sollte Getreide ausmachen – im Verhältnis etwa dem vorverdauten Mageninhalt der Maus entsprechend, maximal jedoch 30 - 50 % (was eigentlich auch noch zu viel ist; aber wesentlich "darunter" wird man wohl kaum ein Fertigfutter finden). Ist der Getreideanteil zu hoch, wird der Urin der Katze alkalisch und es entstehen Harnwegserkrankungen und Harngries. Dieses Getreide sollte Hafer, Reis oder Kleie,  jedoch keine als "pflanzliche Nebenerzeugnisse" deklarierten Getreideabfälle sein, welche den Organismus schwer belasten. . Der Katzenorganismus kann pflanzliche Kost generell nur schlecht verwerten; daher ist es besonders wichtig, dass es sich bei dem pflanzlichen Anteil um hochwertige, besser aufzuschließende Getreidesorten handelt; und dies auch nur in geringer Menge. Außerdem sollte das Futter chelatierte Mineralien und eine Reihe von Vitaminen enthalten.  
     
 

Wie erkenne ich hochwertiges Katzenfutter ? -->   Tierfutteretiketten verstehen

 
     
  Man muß sich bei Katzenfutter ebensowenig wie bei unserer eigenen Nahrung allein auf die Informationen verlassen, die uns durch die Werbung vermittelt werden sollen. Denn die Werbung darf lügen; und sie tut es auf diesem Gebiet auch ausgiebig! Auch die Bezeichnung "Premium" z.B. ist bei Tierfutter KEIN echtes Qualitätsmerkmal!
Ein Blick auf die Ettiketten gibt Aufschluß:
Sind die Fleischsorten (z.B. Hühner-, Lamm-, oder Rindfleisch, Seefisch, Makrele, Rinderleber etc.) einzeln aufgeführt, oder steht dort nur "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" (was nichts anderes als Schlachtmüll ist; Haut, Därme, Bindegewebe, Drüsen, Haare....  - alles, was für den menschlichen Verzehr nicht mehr verwendbar ist; und das will was heißen wenn man bedenkt, was allein in unsere Leberwurst hinein darf!) Futtermittelhersteller, die qualitative Zutaten für ihre Produkte verwenden, führen diese auch auf ihren Erzeugnissen auf (wäre ja dumm, dies nicht zu tun)! Wo also "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" sowie "Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse" draufsteht, ist auch nur Müll drin! Als für die Tierfutterherstellung erlaubte Schlachtabfälle gelten auch Kadaver von Tieren (auch Pelztiere z.B.), die an Krankheiten verendet sind (auch an solchen, deren Ursache man nicht kennt!) und für den menschlichen Verzehr nicht erlaubt sind! Bemerkenswert sind auch diese tollen, verschiedenen Geschmacksrichtungen, die in vielfältiger Auswahl zu Verfügung stehen. Doch schaut man auf die Etiketten all dieser "abwechslungsreichen" Sorten (hier z.B. Geflügel), findet man wieder "Fleisch und tierische Nebenprodukte, davon "mind. 4% vom Geflügel". Da steht auch nicht, "mind. 4% Geflügelfleisch", sondern nur "vom Geflügel". Da kann man sich also sicher sein, dass es sich nicht mal bei dieser "geschmacksgebenden" Komponete um Muskelfleisch handelt . Also WAS vom Geflügel??? Füße, Federn, Schnäbel ? Durchaus! Und woraus besteht eigentlich der Rest (die übrigen 94%) der Dose??? Nun, das ist ganz unterschiedlich; je nach dem, wovon gerade genug Schlachtmüll angefallen ist oder wo's grad am billigsten ist. Das kann mal Rindermüll, mal Schweineabfall, mal vom Geflügel, mal vom Fisch sein. Das ist auch der Grund, warum es vorkommen kann, dass die Katze an einem Tag ihre Geflügeldose mag, und ein andermal die gleiche Dose ablehnt. An dem einen Tag kann die Dose zu 96% (das ist im Prinzip die ganze Dose - 4% geschmacksgebende Komponente ist ansich schon ein Witz!) aus Rind bestehen, an einem anderen aus Schwein. Die weitaus meisten Tierfutterhersteller verwenden aus finanziellen Erwägungen überwiegend Schlachtmüll für die Herstellung der Nahrung - Muskelfleisch ist zu teuer! In den Supermärkten findet man nicht einen einzigen Hersteller, der sich von der traurigen Masse abheben würde! Also niemals im Supermarkt Tierfutter kaufen; insbesondere auch nicht jene "populären", aus der Werbung allgemein bekannten!!!! Lesen wir auf den Etiketten weiters nur "Getreide und pflanzliche Nebenprodukte" statt z.B. brauner Reis, Haferflocken oder Reismehl? Sind die Fette namentlich genannt, oder verbergen sie ihre Herkunft hinter dem undurchsichtigen Sammelbegriff "tierische Fette"? Finden wir gar Zusatzstoffe wie Zucker oder Karamel auf der Zutatenliste? Diese haben rein gar nichts in unserem Katzenfutter zu suchen! Sie schädigen nicht nur das Gebiss, sondern nachweislich den gesamten Katzenorganismus! ·Ebensowenig enthalten sein sollte sowas wie "Trockenschnitzel" (nährwertlose Erdnusshülsen zum Sättigen) oder Soja (ein billiges, sättigendes Füllrodukt, das den Proteingehalt der Nahrung in die Höhe treiben soll; nur kann die Katze mit diesen pflanzlichen Proteinen herzlich wenig anfangen!) Muß der Hersteller vielleicht sogar in die chemische Trickkiste greifen, um vor der Katzennase zu verbergen, was sie da fressen soll und hilft mit Tier-"Digest" (chemisch vorverdaute, aromatische Substanzen) nach?
 
     
 

Dann sollte man das Futter besser im Regal stehen lassen!

 
     
  Ganz wichtig ist auch, darauf zu achten, dass keine künstlichen Antioxidantien im Katzenfutter enthalten sind (verhindern das Ranzigwerden der Fette im Futter). Solche sind BHA, BHT und Ethoxyquin (krebserreggend) und sie werden meist als "EG- oder EWG-Zusatzstoffe" deklariert. Besonders letzteres ist eine giftige Substanz aus dem Hause Monsanto (amerikanischer Chemiekonzern und Hersteller des im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangten "Agent Orange") und hat zeitweise auch Verwendung als Insektizid und Pestizid gefunden; wird aber dennoch in der Tierfutterherstellung verwendet, da es das allerstärkste Antioxidans ist. In der Human-Nahrung sind diese Stoffe verboten! Es gibt aber auch natürliche Antioxidantien wie Tocopherole (Vitamin E Komplex) und Vitamin C sowie verschiedene Kräuter und Öle wie Salbei und Rosmarin. Hochwertige Futtersorten lassen sich damit sehr gut konservieren und die Hersteller, die ihre Futtersorten auf diese Weise konservieren, schreiben das auch auf ihre Packungen! Vorsicht! Der Gesetzgeber unterscheidet unverständlicherweise zwischen "Antioxidantien" und  "Konservierungsstoffen".  Daher darf auch jeder, der sein Produkt mit den giftigen Chemikalien BHT, BHA oder Ethoxiquin konserviert, trotzdem "ohne Konservierungsstoffe" auf seine Dosen und Packungen schreiben! Achtet also darauf, daß euer Katzenfutter keine künstlichen Antioxidantien enthält!  
     
 

Woran erkenne ich, von welchem Bestandteil am meisten in dem Futter enthalten ist?

 
     
  Zutatenlisten werden immer in absteigender Reihenfolge aufgeführt; d.h. an erster Stelle steht die Zutat, die am meisten enthalten ist, an 2. Stelle die, die den 2. größten Anteil ausmacht u.s.w. Bei den meisten Trockenfuttersorten für Katzen ist Getreide an erster Stelle aufgeführt – Katzen brauchen aber Fleisch als Hauptbestandteil ihrer Nahrung und nicht Getreide! Fleisch sollte also immer an erster Stelle auf der Zutatenliste stehen, und zwar in GETROCKNETER FORM! Also "getrocknetes Hühnerfleisch" oder "Hühnerfleischmehl". Steht dort nur z.B. Hühnerfleisch, sounsoviel %, ist der Anteil VOR dem Trocknen angegeben. Da Fleisch zu einem beträchtlichen Teil aus Wasser besteht, rutscht der Fleischanteil im getrockneten Zustand auf Platz 2, 3 oder gar noch weiter auf der Zutatenliste herab und ist somit keine ausgewogene Katzennahrung mehr. Und steht da z.B. "Hühnermehl", so ist das zwar nach dem Trocknen gewogen, aber es ist KEIN reines Fleisch, sondern getrocknente "Nebenerzeugnisse". Das Wort "Fleisch" muß also in der Bezeichnung vorkommen! Zu beachten ist auch, dass viele Hersteller in die "Trickkiste" greifen und die Getreidesorten "splitten", damit Fleisch an erster Stelle steht (also um den Käufer zu täuschen!). So findet man dann z.B. : "Hühnerfleisch, Weizen, Geflügelfett, Weizenkleie,...., Weizenmehl,......etc.". Faßt man das Getreide zusammen als Weizen, steht dieses dann statt Hühnerfleisch an erster Stelle. Auch sollten Sojaerzeugnisse (pflanzliche Eiweißextrakte – sollen den Proteingehalt in die Höhe treiben, sind jedoch für die Katze nicht verwertbar und zudem noch, ebenso wie Mais, für Katzen ein starkes Allergen), künstliche Farbstoffe- und Konservierungsstoffe sowie Zwiebelpulver und leere Füllstoffe ("Schnitzel",   Erdnußhülsen) nicht in Katzenfutter enthalten sein. Als Richtlinie kann man auch die Fütterungsempfehlungen der Hersteller nehmen: Muß die Katze laut Hersteller ca. 400g Dosenfutter pro Tag fressen (welche Katze bitte schafft das??? Das sind ca. 10% ihres eigenen Körpergewichts!), um sich alle überlebenswichtigen Nährstoffe halbwegs zuzuführen, so hat man es mit minderwertigem Futter zu tun, welches aus schlecht verdaulichem Schlachtmüll und Getreideabfällen besteht und durch die vielen Abfallstoffe den Organismus der Katze, bekanntermaßen insbesondere die Nieren, sehr belasten. Der größte Teil davon landet schließlich unverdaut (und erbärmlich stinkend!) in der Katzentoilette. Von hochwertigem Dosenfutter benötigt die Katze pro Tag nur 150 –200g und in der Toilette findet sich davon auch nur noch ca. 25% wieder, was übrigens auch nicht unerheblich Katzenstreu spart. Von hochwertigem Trockenfutter bräuchte man nur zwischen 50 und 80g pro Tag zu füttern, wohingegen minderwertiges Trockenfutter, welches sich durch einen besonders hohen Anteil an Getreideabfällen "auszeichnet" (tierisches Protein ist bei vielen Sorten nur noch molekularbiologisch ausmachbar), teilweise in doppelter bis dreifacher Dosierung gefüttert werden muß. Und dann ist die Katze wegen dem stopfenden Getreide auch nur satt; ausreichend versorgt ist ihr Körper damit aber noch lange nicht! - dafür aber überproportional belastet! Hier mag jetzt vielleicht der Eindruck entstanden sein, dass es sich bei den Futtermittelherstellern um richtige Halunken handelt, die uns absichtlich täuschen, belügen und betrügen, darüberhinaus auch noch völlig skrupellos mit der Gesundheit unserer Lieblinge umgehen und uns dabei noch ins Gesicht heucheln, es ginge ihnen um nichts anderes als um deren Wohlergehen; - nun, dieser Eindruck ist leider ABSOLUT RICHTIG!!!!!!  
     
 

Dosen- oder Trockenfutter?

 
     
  Dosenfutter schmeckt den meisten Katzen sehr gut und ist ungeöffnet lange haltbar. Auch führt der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Katze genügend Flüssigkeit zu, was ein Vorteil ist, da Katzen als ehemalige Wüstenbewohner oft dazu neigen, wenig zu trinken. Auf der anderen Seite gehen viele Vitamine und Nährstoffe durch die Fertigung verloren und auch die Zähne werden nicht genügend beansprucht. Gutes Dosenfutter ist dem Trockenfutter vorzuziehen, da hier der Fleischanteil meist wesentlich höher ist, sollte aber auch nicht als alleinige Nahrung gefüttert werden, sondern möglichst häufig in Kombination mit frischem, rohen Fleisch. Empfehlenswerte Dosenfuttersorten (leider meist nur im Internet-Versand erhältlich): Porta 21, Almo Nature, Cosma, Bozita, Grau, Felidae, Innova, California Natural, Spots Stew; im "normalen" Fachhandel erhältliches Dosenfutter: Precept, Nutro und Schmusy Fisch (<- nur die puren Fischsorten!) Trockenfutter wird meist vitaminschonender verarbeitet - die Vitamine werden nach der Garung und Trocknung hinzugegeben; dafür beinhaltet auch sehr gutes Trockenfutter nur höchstens ca. 60 % Fleisch (was für ein TroFu schon enorm ist!) Und selbst 40% Getreideanteil ist in der Katzennahrung immer noch zuviel - die Katze ist noch weit mehr als hundeartige Raubtiere auf Fleisch angewiesen und kann, wie Untersuchungen gezeigt haben, ggf. sogar ganz auf Kohlehydrate verzichten. Nicht aber auf Fleisch! Man sollte auch darauf achten, daß die Katze genügend trinkt (immer frisches Wasser bereit halten!). Entgegen der landläufigen Meinung hat Trockenfutter keine zahnreinigende Wirkung! Es eignet sich eher als Snack oder zum Hinstellen, wenn man mal einen Tag oder über Nacht abwesend ist. Aber hier bitte darauf achten, dass das Trockenfutter nicht in Kombination mit Frischfleisch gegeben wird. Es verweilt durch den hohen Getreideanteil wesentlich länger im Verdauungstrackt. Das Fleisch würde dann also auch länger im Darm bleiben, wodurch schädliche Gärgase entstehen können. Empfehlenswerte Trockenfuttersorten (leider meist nur im Internet-Versand erhältlich): Orijen, Royal Canin, Happy Cat, California Natural, Felidae, Innova, Wild Thing Wichtiger Hinweis: Keines der in den Supermärkten erhältlichen Futtersorten ist empfehlenswert! Auch im "normalen" Fachhandel nur ganz wenige, in manchen keine! Also Augen auf beim Katzenfutterkauf! Wenn man seine Katze mit Fertigfutter ernähren möchte, sollte man ihr trotzdem mehrmals in der Woche (am besten täglich) auch rohes Fleisch (Geflügel, Lamm, Wild etc. in mausgroße Stücke geschnitten; sehr gut sind auch Hühner- oder Putenherzen) gönnen. Sehr gut und wichtig ist es auch, ihnen öfter mal rohe Knochen und Knorpel (Hühnerflügel, Hühnerhälse etc; rohe Knochen splittern auch nicht und sind daher unbedenklich) zu geben. Das ist natürliche Zahnpflege, Kräftigung der Kaumuskulatur und der beste, weil natürliche Weg, der Katze Calcium, Gelantine und viele andere wichtige, in gegartem Fertigfutter nur ungenügend enthaltene Nährstoffe zuzuführen. Wenn die Katze kein rohes Fleisch mag, mischt man es mit unter das Dosenfutter (notfalls gewolft; auch Knochen und Knorpel kann man wolfen) und reduziert den Dosenfutteranteil nach und nach. Es ist WICHTIG, dass sie es bekommt! Auch das allerbeste Fertigfutter hat trotzdem einen im Verhältnis zu hohen Getreideanteil, den man durch die Fleischzufütterung ausgleichen kann und sollte! Auch gehen durch die Garung des Fertigfutters viele Nährstoffe verloren, die man der Katze durch die Zugabe von rohem Fleisch zuführen kann. Selbst kochen braucht man seiner Katze Fleischnahrung übrigens nicht; wenn man die Nahrung schon selbst zubereiten möchte, sollte man sie immer roh geben - das ist viel gesunder und besser verträglich. Aber Achtung! Niemals Schweinefleisch - weder roh, noch gekocht! Das kann tödlich sein!
Noch ein wichtiger Hinweis: Es gibt Vegetarier bzw. Veganer, die meinen, sie müßten ihre Katze ebenfalls vegetarisch/vegan ernähren. Das ist nicht artgerecht und schwere Tierquälerei - die Katze erleidet schweren Mangel, da ihr Organismus Pflanzenkost nur schlecht verwerten kann! Katzen sind absolute Fleischfresser; der gesamte Verdauungsapparat ist auf fleischliche Kost ausgerichtet! Alle anderslautenden Behauptungen, auch wenn sie noch so "pseudowissenschaftlich fundiert" daherkommen, entsprechen schlicht nicht der Realität!  Solchen Leuten empfehle ich die Anschaffung eines Kaninchens, Meerschweinchens oder Hamsters - die sind auch süss!
 
     
 

Zum Thema Zucker in Katzenfutter und Katzenleckerlies

 
     
  Aus irgendwelchen mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen fügen viele Hersteller von Katzennahrung  und Katzenleckerli ihren Produkten Zucker (oder Karamel; das ist das Gleiche!) zu. Dieser macht nicht nur dick, sondern greift auch Zähne und Bauchspeicheldrüse der Katzen an und schädigt den Organismus. Darüber hinaus verursacht es eine übermäßige Besiedlung des Darms mit Pilzen und "bösen" Bakterien, was zu Durchfällen und anderen Verdauungsstörungen führen kann. Besonders unverständlich ist die Zugabe von Zucker in Katzenleckerli und auch vielen Katzenfuttersorten, da Katzen den Zucker überhaupt nicht schmecken können. Der Geschmack "süss" ist für Katzen gar nicht wahrnehmbar! Wenn man Katzenleckerli, Vitamin- und Malzpasten kaufen möchte, bietet sich scheinbar immer nur ein einziger Hersteller an: Gimpet. Die Produkte von Gimpet enthalten aber stets auch Zucker, gelegentlich sogar einen giftigen Farbstoff. Beaphar z.B. bietet diese Produkte auch ohne Zuckerzusatz an (aber Vorsicht: nicht alle Produkte von Beaphar sind ohne Zucker!).
Also auch beim Kauf von Leckerchen und Pasten immer genau die Inhaltsangaben durchlesen!